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BPS Wiedereingliederungsmassnahmen und Integration

Wiedereingliederungsmassnahmen

Dienstleistungen für Gemeinden & Sozialämter

Wir, die BPS, bieten für Gemeinden und Sozialämter Unterstützung für Klienten bei Wiedereingliederungsmassnahmen und Integration an.
Bei uns finden Sie als Auftraggeber ein ganzes Paket für die Wiedereingliederung der Klienten, wie auch einzelne Module, die gebucht werden können.

Vom Kanton Baselland akkreditiert.

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf - wir sind gerne für Sie da!

  • Pascal Bütter
  • Roberto Catto
  • Iris Meier

Führungskräfte und Spitzensportler haben einen Coach – wieso haben Arbeitslose keinen?

Weiterbildungskurse für Arbeitslose sind oft nutzlos, denn sie setzen nicht beim Problem an.
Ein Coach ist erfolgreicher und am Ende auch noch wirtschaftlicher.

Wer seine Stelle verliert, dem stehen bald die Weiterbildungskurse Regionaler Arbeitsvermittlungszentren bevor: sich in Selbstmarketing üben, Tabellen mit Excel erstellen, Lebensläufe verfassen. Für einige Arbeitslose mag das hilfreich sein. In vielen Fällen sind die Kurse aber nutzlos, manchmal sogar kontraproduktiv, von gewissen Beschäftigungsprogrammen ganz zu schweigen.

Wieso? Weil solche Massnahmen nicht am Kern des Problems ansetzen. Wenn ein Erwerbsloser sich wieder beruflich integrieren will, muss er das in Einklang mit seinen Fähigkeiten, Neigungen, Stärken und Wünschen tun. Allerdings werden nicht selten genau jene Menschen erwerbslos, die gar nie die Chance hatten, sich ihrem Potenzial entsprechend zu entfalten. Mit anderen Worten: sie konnten in ihrem Leben nicht dem nachgehen, was sie beruflich wirklich erreichen wollen. Die Kurse für Erwerbslose bringen solche Menschen wieder ins selbe Fahrwasser. Und der Staat gibt viel Geld aus, um den Betroffenen etwas beizubringen, was sie erstens nicht wollen und zweitens nicht brauchen.

Warum – und das ist nun ein realer Fall – zwingt man einen Erwerbslosen, der sich beruflich umorientieren muss und gerne Buschauffeur werden möchte, einen teuren Kurs in Selbstmarketing zu absolvieren, obschon er das gar nicht will und auch den Nutzen dafür nicht erkennt?

Dabei wäre die Lösung einfach. Für Führungskräfte und Spitzensportlerinnen ist es ganz normal, die Hilfe eines professionellen Coachs in Anspruch zu nehmen. Denn ein Coach arbeitet nicht mit den Schwächen seines Kunden, sondern mit den Stärken. Und wer Erfolg haben will, setzt immer auf seine Stärken. Die Arbeit an Schwächen ist verlorene Zeit. Wenn sich also eine Führungskraft oder einen Spitzensportler einen Coach nimmt, um sein Offensivspiel weiter zu verbessern und so seine Leistung zu steigern, wieso soll dann nicht auch ein Arbeitsloser einen Coach erhalten? Der Wiedereinstieg ins Arbeitsleben ist für solche Menschen eine enorme Herausforderung, durchaus vergleichbar mit der Wettkampfsituation für Spitzensportler. Und für besondere Herausforderungen braucht es besondere Unterstützung. Ein Coach unterstützt die Menschen in ihrer Selbststeuerung.

Was heisst das? Im Fall von Erwerbslosen findet er etwa heraus, wo der betroffene Mensch in seinem Leben steht. Er klärt ab, ob es möglicherweise weitere Lebensbereiche gibt, die im Ungleichgewicht sind und einen negativen Einfluss auf die berufliche Wiedereingliederung haben. Und er prüft, wo die Stärken und Kompetenzen der Betroffenen liegen und wo ein beruflicher Wiedereinstieg am meisten Sinn ergibt und auch möglich ist. Erst wenn dies geklärt ist, sucht er eine Weiterbildung. Coaching, das bedeutet, passgenau Lösungen zu finden. Statt die Erwerbslosen also dazu zu drängen, sich wahllos auf Stellen zu bewerben oder um der Integration willen irgendwelche Jobs anzunehmen, die nicht ihren Neigungen und Talenten entsprechen, ist es gescheiter, nach einem passenden, damit auch motivierenden und gleichzeitig realistischen Beruf, zu suchen.

Dass dieses System funktioniert, zeigen Coachings bei Sozialhilfeempfängerinnen und Erwerbslosen, bei einer Erfolgsquote von etwa 65 Prozent. Viele Sozialbehörden unterstützen gerne Bedürftige die diese Coachings nutzen wollen und aus Überzeugung bezahlen. Wir, die BPS, gehen unkonventionell vor. Wir schreiben jenachdem Bewerbungsschreiben für unsere Klienten selber und deklarieren dies auch. Die Arbeitgeber haben keine Probleme damit, weil sie wissen, dass ein Gärtner oder ein Buschauffeur sich nicht durch das Verfassen von solchen Texten qualifiziert, sondern durch seine praktischen Kompetenzen in seinem beruflichen Feld.

Der deutsche Wissenschaftler und Organisationspsychologe Matthias Schmidt hat in einer grossangelegten Forschungsarbeit nachweisen können, dass solche Coaching Programme im Vergleich zu anderen Massnahmen der Arbeitsintegration zu deutlich besseren Ergebnissen führen, und zwar sowohl auf Ebene der Arbeitsintegration als auch bei der psychischen Befindlichkeit von Arbeitslosen: Die Depressivität nimmt ab, das psychische Wohlbefinden der Betroffenen verbessert sich. Coaching in der Arbeitsintegration rechnet sich darum auch volkswirtschaftlich. Es ist eine Win-win-situation für alle Beteiligten. Also warum sollten Arbeitssuchende oder Sozialhilfeempfänger, die in einer fast ausweglos erscheinenden Situation eine erfolgreiche Lösung finden müssen, nicht mit professionellen Coachs zusammenarbeiten dürfen?

Grundquelle NZZ 2016, Robert Wegener.