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Der starke Franken ist für viele Unternehmen zu einer grossen Herausforderung geworden – insbesondere für KMU in der Grenzregion. Um vor dem Hintergrund des Euro-Wechselkurs-Entscheids der Schweizerischen Nationalbank von den Betroffenen aus erster Hand ein Stimmungsbild zu bekommen und Lösungsoptionen zu diskutieren, hat die Wirtschaftskammer Baselland am Mittwochmorgen, 28. Januar 2015, Unternehmerinnen und Unternehmer bei einem Frühstück mit den drei Baselbieter Regierungsratsmitgliedern Anton Lauber, Thomas Weber und Sabine Pegoraro sowie mit Regierungsratskandidatin Monica Gschwind zusammengebracht. Kurzarbeit reicht nicht aus In der Diskussion wurde rasch klar, dass sich die Situation heute nicht mit der Krise 2009 vergleichen lässt. Damals litt die ganze Welt unter einer allgemeinen Wirtschaftskrise. Konsequenterweise war die Einführung der Möglichkeit von Kurzarbeit ein zielführendes Instrument. Dies ermöglichte eine Überbrückung in der Rezession, bis wieder mehr Aufträge vorhanden waren. Heute dagegen haben es die Unternehmen mit einer möglicherweise lange anhaltenden Frankenstärke zu tun, während die Wirtschaft abgesehen davon robust wachsen würde. Gefordert ist darum ein Umdenken – bei den Unternehmen, aber auch in der Politik. Anliegen an den Bund Im Austausch mit den anwesenden Baselbieter Regierungsratsmitgliedern verständigten sich die Unternehmer darauf, via Wirtschaftskammer Baselland mit verschiedenen Anliegen und Vorschlägen direkt an den Bund zu gelangen. Die Baselbieter Unternehmer fordern insbesondere einen nachhaltigen Bürokratieabbau, den Verzicht auf neue Steuern und Abgaben sowie eine stärker auf Unternehmen ausgerichtete Innovationsförderung. Auch müsse es möglich sein, über Tabuthemen wie beispielsweise das Lohngefüge sprechen zu können. Am kurzfristig angesagten Unternehmerfrühstück von vergangener Woche im Haus der Wirtschaft in Liestal nahmen insgesamt zehn Unternehmensverantwortliche aus verschiedenen Branchen teil. Diese reichen von Logistik über Papierproduktion und Metallveredlung bis hin zu Präzisionsgeräteherstellung.

Quelle: Schweizerische Gewerbezeitung 09.02.2015