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Schweizer Firmen arbeiten intensiv an Produktivität

 

Nach der Aufgabe des Mindestkurses am 15. Januar schien die Schweizer Wirtschaft wie gelähmt. Doch der Schockzustand dauerte nur kurz: Personalkürzungen, Lohnsenkungen oder eine Verlängerung der Arbeitszeit – im ganzen Land sind Firmen dabei, ihre Produktivität nach oben zu schrauben oder ins Ausland zu verlagern.
Wie eine Umfrage ergab, hat mehr als jeder fünfte Schweizer Arbeitgeber (22 Prozent) bereits erste Sparmassnahmen umgesetzt. 15 Prozent teilten mit, dass Massnahmen immerhin schon angekündigt wurden. Und fast jeder vierte Umfrageteilnehmer gab ab, entsprechende Einschnitte für die Zukunft noch zu erwarten. Lediglich 40 Prozent sehen sich überhaupt nicht betroffen.
Immer deutlicher kristallisiert sich dabei heraus, dass die Schweizer Industrie stark auf die Verlängerung von Arbeitszeiten setzt – womöglich eher noch als auf Lohneinschnitte. Nach offiziellen Zahlen liegt die übliche wöchentliche Arbeitszeit in Schweizer Betrieben seit über einer Dekade bei rund 41,7 Stunden – in der Landwirtschaft ist sie etwas höher, in der Industrie leicht niedriger. Faktisch arbeiten die Schweizerinnen und Schweizer also ohnehin schon mehr als die oft vereinbarten 40 Stunden. Gut möglich, dass die Statistiken dereinst für 2015 erstmals wieder einen klaren Anstieg zeigen werden. In einem halben Jahr oder Ende 2015 wird geprüft, ob die Massnahme den gewünschten Erfolg gebracht hat.

03.03.2015

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